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Immobilien: Betrugsschäden als Werbungskosten

Wann können vergebliche Aufwendungen bei Immobilien als vorweggenommene Werbungskosten geltend gemacht werden? Wer ein Gebäude kauft, um später Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, kann nach dem BFH ggf. auch die Kosten abziehen, die ihm als Opfer eines Betrugs entstanden sind. Auf die vertragliche Wirksamkeit kommt es dann nicht an – sogar untaugliche Aufwendungen sind relevant.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 09.05.2017 entschieden, dass auch verlorene Aufwendungen zur Anschaffung eines Vermietungsobjekts als vorweggenommene Werbungskosten abgezogen werden können, sofern ein ausreichend konkreter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen diesen Aufwendungen und den beabsichtigten Vermietungseinkünften besteht.

Diese Beurteilung ändert sich auch dann nicht, wenn keine rechtlich verbindliche Grundlage für die Hingabe der verlorenen Aufwendungen vorliegt. Voraussetzung für die Anerkennung der Aufwendungen als vorab entstandene Werbungskosten ist jedoch, dass sich der Steuerpflichtige zum Erwerb und zur Vermietung endgültig entschlossen hat, also eine Vermietungsabsicht hat.

19.07.2017